News - Detailansicht
15.10.2020

Neue Regeln zur Kontrolle der Corona-Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich nach achtstündigen Verhandlungen auf das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Die dabei entstandenen Beschlüsse gelten für Risikogebiete mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche. Bund und Länder schließen weitere Maßnahmen nicht aus, sollte die Infektionslage in den kommenden zwei Wochen nicht besser werden.

Die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Sars-Cov2-Pandemie sehen Beschlüsse vor, mit denen einer weiteren Ausbreitung der Pandemie Einhalt geboten werden soll.

Strengere Maskenpflicht        
Ab einem Inzidenzwert von 35 soll künftig eine ergänzende Maskenpflicht überall dort gelten, „wo Menschen dichter und/oder länger zusammenkommen", wie z.B. in Einkaufsstraßen. Steigt dieser Wert auf 50 an, wird die Maskenpflicht nochmals erweitert.

Privatfeiern
Wird der 50er Wert an Neuinfektionen übertroffen, dürfen sich nur noch bis zu zehn Personen zusammen in der Öffentlichkeit aufhalten. Bringen die Maßnahmen innerhalb von zehn Tagen den Corona-Anstieg nicht zum Stillstand, kann die Beschränkung auf fünf Personen reduziert werden.

Ab einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen gilt ab 23:00 Uhr eine Sperrstunde für die Gastronomie. Bars und Clubs sollen geschlossen werden.

Hilfe für Unternehmen           
Besonders kleine Betriebe stellt die Corona-Pandemie vor Herausforderungen. Für Unternehmen, die von massiven Einschränkungen betroffen sind, will der Bund die "Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern".

Covid-19-Schnelltests
Die Kosten für regelmäßige Schnelltests von Patienten, Besuchern und Beschäftigten in Krankenhäusern, Pflege-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen werden vom Bund übernommen. Parallel dazu planen Bund und Länder eine Stärkung der Gesundheitsämter, damit eine vollständige Kontaktnachverfolgung möglich ist. Bund, Länder und Kommunen sind zudem aufgefordert, die Gesundheitsämter mit Personal zu unterstützen.

Keine Einigung gab es beim Beherbergungsverbot für innerdeutsche Urlauber aus Risikogebieten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel rief nach dem Treffen die Bevölkerung auf, in den gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht nachzulassen: „In dieser entscheidenden kritischen Phase des Herbstes ist es ganz, ganz wichtig, dass alle auch weiter mitmachen.”

„Was der Gesundheit dient, dient also auch dem wirtschaftlichen Ablauf”, so die Bundeskanzlerin. Einen vollständigen Lockdown soll es nicht geben, da sich die Wirtschaft erst langsam von dem Stillstand im Frühjahr erholt. „Deshalb können wir uns auch ökonomisch eine zweite Welle, wie wir sie im Frühjahr hatten, mit solchen Folgen nicht leisten”, betonte Merkel. 

Sie möchten Mitglied werden? Schreiben Sie uns: ma(at)elektromiller.de oder rufen Sie uns an: 0831 / 57 50 50