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28.10.2009

Bessere Stimmung in den Elektrohandwerken

- Geschäftsklimaindex vom Herbst 2009 signalisiert deutlich bessere Lage als im Frühjahr und bewegt sich nahezu auf gutem Vorjahresniveau
- Acht von zehn Elektrounternehmen beurteilen gegenwärtige Geschäftslage als befriedigend oder gut

Die Stimmung in den elektro- und informationstechnischen Handwerken hellt sich in der zweiten Jahreshälfte 2009 spürbar auf. Laut der jüngsten Umfrage* des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Frankfurt/Main, laufen die Geschäfte in den 76.000 Elektrobetrieben wieder besser als im Frühjahr. Auch die Aussichten auf das kommende Halbjahr sind optimistischer. Vor allem in den westlichen Bundesländern hat sich die Lage stabilisiert und überrundet teils die Jahresvergleichswerte. Im Osten äußern sich die Betriebe dagegen zurückhaltender. Laut den aktualisierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag der Umsatz der Branche mit rund 319.000 Beschäftigten im Jahr 2008 bei über 34 Milliarden Euro.

 

Der ZVEH-Geschäftsklimaindex, der die aktuelle Geschäftslage in den Elektrobetrieben widerspiegelt, hat sich von 50 Punkten im Frühjahr 2009 auf jetzt 58 Punkte verbessert. Er nähert sich damit wieder dem Niveau vom Herbst 2008 (60 Punkte). Acht von zehn Unternehmen beurteilen die gegenwärtige Geschäftslage als befriedigend oder gut. „Die Aussagen zeigen, dass die Elektrohandwerke bisher passabel durch die Krise manövriert sind“, kommentiert ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi das Ergebnis. „Es ist zu hoffen, dass dies auch weiterhin so bleibt, falls die private Nachfrage aufgrund steigender Arbeitslosigkeit nachlassen sollte.“ Die Betriebe melden im Vergleich zum Frühjahr auch eine etwas beständigere Auftragssituation, die Auslastung hat sich deutlich erholt: 43 Prozent (Frühjahr 2009: 36 %) der Befragten berichten von einem Auftragsbestand, der über einen Monat hinausreicht. Zudem wird von einer weitgehend beständigen Beschäftigungssituation ausgegangen.

 

Wieder mehr Betriebe melden steigende Umsätze

Vor allem im Handwerksbereich registrierten wieder mehr Unternehmen als im Frühjahr steigende Umsätze. Zwar berichten immer noch 30 Prozent von sinkenden Umsätzen, im Handelsbereich sogar 36 Prozent. Parallel dazu haben sich aber die Angaben über Umsatzzuwächse verbessert. Zugleich meldet nur noch jeder zweite Befragte, dass die Einkaufspreise angezogen haben. Im Herbst 2008 waren dies noch 87 Prozent, im Frühjahr 67 Prozent.

Laut der Umfrageergebnisse haben die Aufträge von Privat und auch die der öffentlichen Hand wieder leicht zugenommen. Rückläufig bleiben laut einem Drittel der Befragten die für die Elektrohandwerke bedeutsamen Aufträge aus der gewerblichen Wirtschaft.

 

Aktualisiertes Jahresergebnis 2008

Jüngst hat das Statistische Bundesamt die Jahresergebnisse 2008 aktualisiert. Danach haben sich die Umsätze in den Elektrohandwerken im Vergleich zum Jahr 2007 um 7,1 Prozent auf über 34 Milliarden Euro erhöht. Davon entfallen 27,5 Milliarden (+8,3 %) auf die Elektrotechniker, 5,2 Milliarden (+2,7 %) auf die Informationstechniker und 1,4 Milliarden (+7,4 %) auf die Elektromaschinenbauer.

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* Die Konjunkturumfrage wurde im Auftrag des ZVEH im September 2009 vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen durchgeführt.

 

Anhänge

»  Tabelle „Betriebe - Beschäftigte – Umsätze in den elektro- und informationstechnischen Handwerken 2007/2008“

»  Trendtabelle Herbst 2009

»  Entwicklung ZVEH-Geschäftsklimaindex - Zeitreihe

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